How does it feel to treat like you do?

19.9.14 18:36, kommentieren

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Freitag

Ach was für ein Tag, mit einem wehleidigen Blick schaue ich auf diesen trostlosen Schultag zurück, an dem ich nichts positives abgewinnen kann. Ein Tag zum verzweifeln, sich verdrücken und ja auch zum wieder ins Bett gehen. Schule, ein Ort an dem man Erfahrungen mit anderen, mit neuem machen sollte, ist für mich eine Anstalt, in der ich nichts neues erfahre. Die selben, eingebildeten, ignoranten und ich-süchtigen Leute jeden Tag. Das Mädchen am anderen Ende der Klasse, die seit nun 2 Wochen in meinem Leben ist und nach dem ich mich immer in langen und tiefen Gedanken sehne. Ihre Art, anders zu sein fasziniert mich, ihre andere Art, ihre anderen Ansichten auf Dinge, ja Dinge die mir nichts und doch alles bedeuten. Doch was mich am meisten an ihr reißt ist ihre Persönlichkeit, ihre Einstellung zum Leben selbst, zu ihrem psychischen Leiden und der Offenheit zu anderen, ja ihre Offenheit, sie kann mit jedem reden, doch warum tut sie es so selten mit mir? Weiß sie denn nicht, dass einer ihrer Blicke oder eines ihrer Worte mir meinen kompletten Tag versüssen und verbittern kann? Kann sie mir nicht sagen, dass sie nichts mit mir unternehmen möchte, wenn ich sie höflich und schüchtern frage, ob sie mal was mit mir unternehmen wolle, und sie darauf mit kurzen und plumpen antworten meine Illusion von Harmonie zerstört? Und doch kann sie mit den Klassenkameraden sich unterhalten und tun als ob sie Freunde seien, sich hinter meinen Rücken sich über mich unterhalten und denken, dass ich davon nichts mitbekomme? Diese Ignoranz der Leute, dieses kleingeistige der Bewohner dieses Kuhdorfes, aber zum Glück sind es zwei Jahre, zwei Jahre, die mich von der großen weiten Welt noch scheidet. In Zeiten dieser Unzuverlässigkeit, selbst derjenigen, die von sich behaupten, sie seien einem gut gesonnen, freut man sich, die wahren Freunde zu haben, die einem einen schuss einfangen, oder einem aus dem Dreck ziehen. Ich habe eben diese Freunde, und ich bin froh, dass uns nichts mehr voneinander treffen kann und wird.

19.9.14 17:30, kommentieren